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Darkfall Preorder (fast) da und NDA wech!

Darkfall’s Dev Team war ja schon immer etwas eigen, was den Umgang mit dem Projekt und der Community angeht – man denke nur an ihre Philosophie in Bezug auf Betas oder die offiziellen Foren. Nachdem der ursprüngliche Release kurzerhand in eine etwas offenere Closed Beta umgewandelt wurde, mussten alle wochenlang auf eine neue Wortmeldung der Entwickler warten. Knapp eine Woche vor dem neuen Releasetermin am 25. Februar melden sie sich endlich zurück: die NDA ist nunmehr aufgehoben, Preorder kommt in wenigen Tagen, das Monatsabo schlägt mit 11.77€ ohne Mwst. (ca. 14€ inkl.) zu Buche.

Preorder und Kosten

Spieler sollen in den “nächsten paar Tagen” die Möglichkeit bekommen ihre Darkfallkopie vorzubestellen; angesichts dessen, dass diese Information nunmehr zwei Tage alt ist, kann das Update sozusagen jederzeit kommen (UPDATE: Und hier ist es schon!). Vorerst soll es keine boxed Versionen des Spiels geben, die Preorder wird komplett als digital download ablaufen und 42€ kosten. In dem Preis ist neben dem Client auch der obligatorische, kostenlose Monat Spielzeit enthalten. Achtung: Man wird für die Bestellung wohl zwangsläufig eine Kreditkarte benötigen! Interessant hingegen ist, dass dem Käufer nicht gleich der volle Kaufpreis in Rechnung gestellt wird, sondern nur ein geringer (nicht rückerstattbarer) Betrag von 2.52€. Die restlichen 39,48€ werden erst am 25. Februar fällig, solange die Buchung noch nicht erfolgt ist, kann man es sich anders überlegen und vom Kauf zurücktreten.

Ein kleines Wort der “Warnung” mag an dieser Stelle noch angebracht sei, denn wie Tasos letzte Woche in einem Interview mit mmorpg.com erklärt hat, wird die verfügbare Stückzahl vorerst begrenzt sein. Nicht nur für die Preorder, sondern auch für den Darkfall Client per se. Dies soll sicherstellen, dass der einzige Server eine gesunde Population entwickelt und nicht etwa aus allen Näten platzt. Angesichts dessen dass Agon, die Welt von Darkfall, darauf ausgelegt ist, bist zu 10.000 Spieler auf einmal aufnehmen und beschäftigen zu können, sei es nicht ohne weiteres möglich neue Server bereitzustellen. Es sei eben doch nicht nur ein Schalter umzulegen, sondern ein komplexer Prozess. So soll dies auch umgehend und schnellstmöglich geschehen, wenn sich der Bedarf ergibt, aber bis dahin gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Wie schon oben erwähnt wird die Monatsgebühr etwa 14€ betragen und liegt somit wie erwartet in einem angemessenen Rahmen. Vorerst kann sie lediglich per Kreditkarte oder Debit Card entrichtet werden, allerdings arbeitet man derzeit auch an der Einrichtung alternativer Bezahlsysteme wie etwa Paypal, Gametime-Karten und Überweisungen. Übernommen wird das Billing von GlobalCollect, ein Unternehmen, das auch schon mit SOE zusammengearbeitet hat.

Systemanforderungen

Daneben stehen nun auch die endgültigen Systemanforderungen fest:

OS: Windows XP, Vista
Prozessor: 2.5GHz Pentium 4 oder vergleichbar
RAM: 1GB für Windows XP, 2GB für Windows Vista
Grafikkarte: 128MB VRAM, PixelShader 2.0 Unterstützung
Festplattenplatz: 12 GB Minimum

Auch hier hat Aventurine Wort gehalten, das sind nicht gerade hohe Anforderungen. Auch auf 4/5 Jahre alten Rechnern wird man Darkfall wohl ohne große Probleme spielen können.

Jetzt heißt es gespannt warten, denn bis zum 25. ist nicht mehr allzu lang hin. Dann wird sich entscheiden, ob die Griechen auch allen weiteren Erwartungen gerecht werden. Die ersten zwei Monate werden entscheidend für Darkfall (wie schon für so viele andere Titel auch) werden. Es liegt nun an dem (hoffentlich) fertigen Endprodukt, die Spieler davon zu überzeugen, dass es allen Unkenrufen zum Trotz ein hochwertiges und unterhaltsames MMORPG geworden ist. In Anbetracht des regen Interesse der Community über so viele Jahre hinweg, der unzählbaren Masse an Vaporware-Schreien und des eigenwilligen Konzepts wird das keine leicht zu lösende Aufgabe werden.

Drücken wir die Daumen!

Ideen über die Liebe²

Irgendwie scheint diese Woche ganz im Zeichen des bel esprit zu stehen. Nachdem ich gestern Abend bereits den wunderbaren neuen Film von Woody Allen mit dem an sich schon bezaubernden Namen “Vicky Cristina Barcelona” gesehen hatte, stand heute eine Aufführung *des* Werkes des Sturm und Drangs, Goethes Leiden des jungen Werther, auf dem Programm. Gespielt wurde eine herrliche Interpretation in der Wiesbadener Wartburg, die das Kunststück vollbrachte, moderne Elemente fließend und umfassend mit den Originaltexten und Stimmungen zu verknüpfen. Werther war seit je her ein Charakter, den ich sehr spannend fand, auch weil ich mich zum Teil in ihm wiedererkannte… Der geneigte Leser mag jetzt gewisse Rückschlüsse auf meinen Charakter ziehen… =)

Passend zum Stück, habe ich nur wenige Stunden vorher ganz zufällig einen Text gelesen, der mich im Vorfeld der Aufführung, aber auch jetzt noch so sehr beschäftigte, dass ich es hier zu “Papier” bringe. Gefunden habe ich ihn in einem wirklich lesenswerten Buch namens “Was wir für wahr halten, aber nich beweisen können: Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit beschreiben ihre Ideen” (erschienen bei Fischer, ISBN: 978-3-596-17919-0). Darin stellt John Brockman, Initiator von Edge – der Dritten Kultur “bestehend aus den Wissenschaftlern und sonstigen empirisch orientierten Denkern, die mit ihrer Forschungsarbeit und ihren begleitenden Schritten die Rolle des traditionellen Intellektuellen übernehmen, den tieferen Sinn unseres Lebens sichtbar zu machen und neu zu definieren, wer und was wir sind” – eben die im Titel genannte Frage nach dem esprit de deviniation. Die Antwort darauf liefern Wissenschaftler aus allen Disziplinen der modernen und klassischen Wissenschaften wie Evolutionsbiologie, Genetik, Neurophysiologie, Psychologie und Physik und überschreiten darin oft die Grenzen ihres Fachgebietes. Dabei “betrachten sie Wissenschaft und Technik nicht nur in pragmatischer Hinsicht, sondern auch als ein Mittel, tiefer in die Fragen einzudringen, wer wir sind und auf welche Weise wir zu Erkenntnissen gelangen”. Die eingehenden Antworten werden dann in Kategorien wie “Evolution als Kolonisierung des Weltalls”, “Prognosen und strenge Beweise”, “Die kosmologie der Multiversen” oder “Zeit und Geist: Kritik am Zeitgeist” erfasst.

Ein Text sticht dabei ganz besonders hervor. So schreibt David Buss zum Thema “Glauben und Handeln” die folgende Stellungnahme:

Ich glaube an die wahre Liebe.

In den zwei Jahrzehnten meines Berufslebens, die ich darauf verwandt habt, das menschliche Paarungsverhalten zu erforschen, konnte ich nicht nur beobachten, was Männer und Frauen an Partnern begehren, sondern sah auch die teuflischsten Formen von sexuellem Betrug. Ich fand erstaunlich kreative Täuschungs- und Manipulationsstrategien, erforschte üble Schürzenjäger, besessene Stalker, Sexualverbrecher und Gattenmörder. Doch trotz aller Einsichten in die dunkelsten Seiten der menschlichen Seele habe ich meinem Glabuen an die wahre Liebe stets unverbrüchlich die Treue gehalten.

Im Unterschied zur gewöhnlichen ist wahre Liebe etwas Seltenes, und ich glaube, dass einige wenige das Glück haben, sie erleben zu dürfen. Auf den üblichen Wegen der Liebe schreiten viele und kennen die Zeichen – den betörenden Reiz, die Anbetung, das sexuelle Nachglühen, die oft tiefe Selbstaufopferung, den Wunsch nach Kombination der DNS. Doch wahre Liebe schlägt ihren eigenen Kurs ein, durch unkartiertes Gelände. Sie kennt kein Zäune, hat weder Schranken noch Grenzen. Sie ist schwer zu definieren, spottet modernen Messmethoden und erscheint wissenschaftlich unfassbar. Aber ich weiß, dass es wahre Liebe gibt, ich kann es nur nicht beweisen.

David Buss ist Psychologieprofessor an der Universitity of Texas in Austin. Er erforscht unter anderen die evolutionären Grundlagen des menschlichen Paarungsverhaltens, von Konflikten zwischen den Geschlechtern sowie von Eifersucht, Nachstellung und Mord. Seine Bücher zu diesen Themen tragen die Titel “Die Evolution des Begehrens. Geheimnisse der Partnerwahl” (Goldmann, ISBN: 978-3442125845) und “Der Mörder in uns. Warum wir zum Töten programmiert sind” (Spektrum Akademischer Verlag, ISBN: 978-3827420831).

Das oben gennante Buch, herausgegeben von John Brockmann, gibt es im Internet oder – noch besser – in jeder Buchhandlung. Das oben genannte Theaterstück unter der Regie von Tobias Materna wird am 25.02.2009 und am 17.03.2009 abermals in der Wartburg in Wiesbaden aufgeführt und ist wärmstens zu empfehlen. Karten kosten 14€ bei freier Platzwahl und können auch online bestellt werden.


Upgrade auf 2.7 vollzogen

Habe soeben die neueste WordPress-Version installiert. Sollte sich irgendetwas Merkwürdiges abspielen, insbesondere beim RSS-Feed, schreibt bitte eine kurze Mail an kontakt@idot-blog.de.

Die neue Admin-Oberfläche ist wirklich schick und schön (Schleichwerbung auf i DoT! *gasp*) und vorallem deutlich übersichtlicher, insbesondere durch das widget-esque Repositionieren der einzelnen Felder. Ein gelungenes Update! Das must-have Plugin für jeden WordPress-Blogger ist meiner Meinung nach das Admin Drop Down Menu von Ozh, wodurch man jede Unterseite mit nur einem Klick erreicht… aber das nur so am Rande. =)

1x Starbucks zum Mitnehmen bitte!

Ich muss zugeben, ich höre nur selten Radio. Eigentlich nur, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, was in heutigen Tagen jedoch nicht mehr so häufig vorkommt (zudem ist Mainz überschaubar, da kommt man auch per pedes gut zurecht). Gestern allerdings habe ich bei SWR1 einen derart faszinierenden Bericht gehört, dass ich sogar nach Ankunft am Ziel trotz moderatem Zeitmangel noch sitzen geblieben bin, um den Ausführungen des Journalisten bis zum Schluss zu lauschen – und habe mich auch prompt entschieden, das Gehörte mit euch teilen zu müssen. Merry you I guess!

Der Gang des Kaffees, der schließlich in den Bechern der Kunden von kleinen und großen Kaffeehaus-Ketten landet, geht in der Regel folgenden Weg:

Irgendwo auf der Welt, meist in Schwellenländern oder solchen der Dritten Welt, geht ein Kaffeebauer seiner anstrengenden und kräftezehrenden Arbeit nach. Kaffeepflanzen sind verhältnismäßig empfindlich und die Ernte läuft auch heute noch manuell ab, wobei jede Bohne von Hand gepflückt wird. Meist arbeiten die Bauern auf eigene Rechnung, d.h. die Bezahlung erfolgt nach der abgelieferten Menge. Letztendlich bleibt ihm jedoch nur ein Hungerlohn, der nur schwer zum Überleben reicht, da auf dem Weg vom Ernteort bis zum Cafe-to-go an der Ecke mehrere Zwischenhändler eingeschaltet sind, die natürlich auch was verdienen möchten. Fair-Trade-Vereinbarungen, die noch immer eine Ausnahme bilden, jetzt mal außen vor gelassen.

Unter Kaffeeliebhabern wie mir wird vor allem der Kaffee aus Kolumbien besonders geschätzt. Aufgrund seiner klimatischen Bedingungen und Böden bietet das Anbaugebiet ideale Voraussetzung für qualitativ hochwertige Erzeugnisse. Jedoch haben eben gerade kolumbianische Kaffeebauern aufgrund der Globalisierung schwer zu leiden, da vermehrt Anbieter billiger Sorten, inbesondere aus China und einigen Staaten Afrikas, auf den Markt drängen. Dies wirkt sich unmittelbar auf den Absatz und Löhne der Bauern aus.

Doch nun wollen sie zurückschlagen. Und welch Ironie, die Möglichkeit dazu liefert ihnen ein Umstand, der uns allen in der einen oder anderen Form zu schaffen macht – die globale Finanzkrise. Seit Jahren ist der Wert der Starbucksaktie (WKN: 884437 / ISIN: US8552441094) rückläufig, im Zuge der Krise sogar zeitweise auf 8 US-Dollar gefallen. Dazu äußerte sich Gabriel Silva, der Geschäftsführer des kolumbianischen Kaffeebauernverbandes, in der Zeitung El Tiempo und erklärte, dass “die Finanzkrise [seinem Verband] verschiedene neue Möglichkeiten eröffnet”.

Dieser überlegt derzeit wie er die Lage seiner Mitglieder verbessern könnte. Eine der Möglichkeiten wäre, so Silva, die etwa 500 Millionen US-Dollar Rücklagen seines Verbandes dazu zu nutzen, große Teile des Kaffees am Weltmarkt einzukaufen und somit vom Markt zu nehmen. Als Folge könnte man dadurch den Wert der Bohnen künstlich nach oben drücken. Der “Rohstoff” sei derzeit ohnehin knapp, so dass bereits relativ kleine Mengen Wirkung zeigen würden.

Eine andere – und deutlich spannendere – Möglichkeit wäre es, die Finanzmittel dazu zu verwenden, Anteile an Starbucks zu erwerben, zumindest soviele, dass dem Verband ein Mitspracherecht zustünde. Ermöglicht wird das durch den bereits erwähnten niedrigen Aktienkurs. Aber auch sonst befindet sich der Riese im Straucheln: im Juli kündigte man die Schließung von über 600 Filialen an, davon allein 500 in den USA. Bereits 200 bis 300 Millionen US-Dollar könnten nach Aussage von Gabriel Silva ausreichen, um das zu realisieren, was früher noch “undenkbar, [wie] ein Traum” schien – die Umkehr bestehender Verhältnisse.

Und genau jene Ironie hat mich zutiefst erfreut, ja geradezu bewegt. Immer wieder muss sich der Westen – wohlgemerkt zum Teil zurecht – vorwerfen lassen, die alten Kolonialmachtstrukturen in neuer Form und unter dem Deckmantel des Kapitalismus weiterzuführen. Nun könnte letztendlich gerade dieses Wesen, am Beispiel von Starbucks, dazu genutzt werden, gerechtere Verhältnisse zu schaffen. Ich bin gespannt, wie sich das noch entwickelt…

(Quellen: ein nicht wiederauffindbarer Radiobeitrag des SWR1; zur Lektüre ein ähnlicher Bericht der Berliner Zeitung)

Darkfall Releasedatum

Endlich ist es soweit – Ladies and Gentlemen, wir haben ein handfestes Releasedatum:

Athens, Greece – December 5th, 2008 – Audio Visual Enterprises SA and Aventurine SA in a joint statement today announced that their highly anticipated MMORPG title Darkfall Online will launch across Europe on January 22nd, 2009. North American players are also welcome to participate in the European launch of Darkfall which will precede a North American launch.

Endlich werden zumindest alle Vaporware-Schreie verstummen. Ich werde mir das Datum rot im Kalender anstreichen und schon mal die Tage zählen. 48 days to go, ach wären das doch nur noch 48 Stunden… :P

(Quelle: Darkfall News Forum)