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SW:TOR Beta Test Registration

Lange, lange war es still auf i DoT! Was unter anderem darin begründet ist, dass ich aufgrund meiner andauernden Examensvorbereitung einfach kaum Zeit finde, um MMOs zu spielen, und noch weniger, um darüber zu bloggen. Ein großes Ereignis ist es jedoch mehr als wert, den langen “Winterschlaf” zu beenden:

Nach langem Warten ist die Registrierung für die Closed Beta zu SW: The Old Republic endlich freigeschaltet!

Leider ist der Vorgang in der Praxis nicht ganz so einfach abzuschließen wie in der Theorie vorgesehen. In den ersten Stunden nach Bekanntgabe ist die Webseite unter dem riesigen Ansturm zusammengebrochen, innerhalb von zwei Tagen hatten sich über 50.000 User für den Betatest registriert. Auch heute noch sehen sich Interessenten mit Schwierigkeiten konfrontiert, sei es bei der Accounterstellung oder während der nachfolgenden Anmeldungsprozedur. Ich selbst habe unzählige Versuche starten müssen und nicht nur ein Mal frustriert aufgegeben. Zwar arbeiten die Webmaster unter Hochdruck daran, alle Problemquellen zu beseitigen. Dennoch kann man viel “falsch machen” und sich unnötig Kopfschmerzen bereiten.
Nachdem ich mich nun doch erfolgreich (so hoffe ich zumindest) anmelden konnte, möchte ich den Workaround, mit Hilfe dessen es mir schlussendlich doch gelungen ist, mit euch teilen.

Als kleiner Tipp vorneweg empfielt es sich, sämtlich Cookies von swtor.com zu löschen. Eine Anleitung für den Firefox findet sich hier. Im IE8 hilft da die Tastenkombination Strg+Shift+Entf weiter. Wählt im dadurch aufgerufenen Fenster die Option Cookies aus und klickt auf Löschen. Desweiteren solltet ihr auf jeden Fall die neuesten Versionen von Java und dem Flash Player installiert haben. Überhaupt sollte man Firefox für die Registration benutzen, da zumindest ich persönlich damit weniger Probleme hatte. Nehmt bitte auch zur Kenntnis, dass nur Firefox 3.x sowie IE7/8 offiziell unterstützt werden, mit anderen Browsern wie Google Chrome sind weitere Fehler nicht auszuschließen.

Die eigentliche Anmeldung funktioniert wie folgt:

1. Erstellt euch als erstes einen Account bei auf der SW:TOR Homepage. Am besten funktioniert es direkt auf www.swtor.com, da auf manchen Unterseiten Probleme auftereten können. WICHTIG: Widersteht der Versuchung gleich bei der Accounterstellung schon den Button für die Betaregistrierung anzuklicken und belasst es vorerst auf “No, thanks”. Dadurch könnt ihr weiteren Problemen vorbeugen, die dadurch entsehen, dass der neue Account noch nicht über den Link aus der Betätigungsmail nicht freigeschalten worden ist.

2. Nachdem der Account freigeschalten und aktiviert ist, meldet euch mit euren Daten an und klickt nun im Menü oben links auf der Webseite auf My Account. Solltet ihr vom System ausgeloggt werden, müsste ein Relogin von eben dieser Seite helfen.

3. Füllt nun sämtliche Felder, auch Geschlecht etc, im Kasten “Essential Info” aus und klickt weiter unten auf Save. Auch jetzt noch solltet ihr euch nicht der Versuchung ergeben, gleich mit der Anmeldung fortzufahren!

4. Wurde eure Eingabe erfolgreich gespeichert, kann es endlich losgehen. Klickt nun auf den Button “Yes, I would like to be considered for testing” unter dem Kasten “Contact Info”. Aber Vorsicht, genau hier fangen die meisten Probleme an! Bestätigt die Terms of Service auf der nachfolgenden Seite.

5. Ihr solltet nun eine Seite vor euch haben, in der ihr aufgefordert werdet, detaillierte Angaben zur Person zu machen. Dass es hierbei essentiell ist, wahrheitsgetreue Angaben zu machen, brauche ich an dieser Stelle hoffentlich nicht gesondert zu erwähnen =)
Genau jener Teil hat mich während der letzten Tage jedoch fast in den Wahnsinn getrieben, da die Seite meine Angaben partout nicht speichern, geschweige denn zum nächsten Teil fortfahren wollte. Nach einigem Suchen hat jedoch der folgende Workaround zum Erfolg geführt:

Überprüft zunächst, dass ihr auch wirklich alle Felder bei “Essential Info” ausgefüllt habt. Wählt nun auf der “Detailed Information” Deutschland bzw. euer Heimatland aus, lasst aber alle anderen Felder leer und klickt erstmal auf Continue. Keine Sorge, ihr habt später die Möglichkeit die fehlende Informationen nachträglich einzutragen. Dies wird jedoch der Loop vorbeugen, so dass ihr gleich zum nöchsten Schritt übergehen könnt.

6. Anschließend gehts zum Systemscan. Leider hat Bioware darauf verzichtet, die übliche Methode über dxdiag zu benutzen. Stattdessen verwendet man ein eigens dafür entworfenes Plugin, das automatisch die relevanten Systemdaten ermitteln soll. Hierfür bedarf es jedoch der Genehmigung durch den User in Vista/7, da sich das UAC meldet. Auch kann es je nach Einstellung vorkommen, dass im Browser das Ausführen des Plugins authorisiert werden muss. In diesem Fall erscheint ein kleiner Balken im oberen Teil des Browsers, direkt unter der Tabübersicht. Achtung: Benutzer des IEx müssen ActiveX aktiviert haben!
Nach wenigen Momenten sollte der Systemscan erfolgreich beendet worden sein und euch ein Ergebnis präsentieren.

Gratulation, damit sollte der Prozess abgeschlossen sein! Ob ihr erfolgreich wart oder nicht, könnt ihr auf mehrere Weisen überprüfen. Klickt hierfür auf My Account, wo der Radiobutton auf “Yes…” stehen sollte und im Kasten darunter sollte neben “System Specs” und “Contact Info” jeweils “Completed!” stehen. Ist dies nicht der Fall, könnt ihr hier nun nachträglich Informationen nachreichen, wie zum Beispiel die Kontaktdaten, auf die wir unter Punkt 5. verzichtet haben. Alternativ könnt ihr auch die Beta Info Seite checken, wo bei bei Erfolg “Congratulations, you have completed the sign up process to test Star Wars: The Old Republic.” stehen sollte. Weitere englischsprachige Informationen zum Anmeldevorgang sowie Problemlösungen finden sich in der offiziellen Ankündigung sowie im Hilfethread von ialsoagree.

Allen angehenden Betatestern wünsche ich viel Erfolg und vor allem viel Glück. Vielleicht findet der eine oder andere ja schon in wenigen Woche die Einladung in der Mailbox!

SW: The Old Republic ist das neueste MMOPRG im Star Wars-Universum. Entwickelt vom erfolgreichen Team von Bioware soll es ganz neue Aspekte ins Genre bringen, indem beim Design die Story einen noch nie dagewesenen Schwerpunkt gelegt wird. Dies wird insbesondere dadurch unterstrichen, dass das Spiel komplett vertont wird, wie man es aus anderen Bioware-Titeln wie Knights of the Old Republic oder Mass Effect kennt. SW:TOR soll 2010 erscheinen, der genaue Releasetermin ist noch nicht bekannt. Weitere Hintergrundiformationen zu Spiel und Universum findet ihr auf www.swtor.com.

Darkfall Preorder (fast) da und NDA wech!

Darkfall’s Dev Team war ja schon immer etwas eigen, was den Umgang mit dem Projekt und der Community angeht - man denke nur an ihre Philosophie in Bezug auf Betas oder die offiziellen Foren. Nachdem der ursprüngliche Release kurzerhand in eine etwas offenere Closed Beta umgewandelt wurde, mussten alle wochenlang auf eine neue Wortmeldung der Entwickler warten. Knapp eine Woche vor dem neuen Releasetermin am 25. Februar melden sie sich endlich zurück: die NDA ist nunmehr aufgehoben, Preorder kommt in wenigen Tagen, das Monatsabo schlägt mit 11.77€ ohne Mwst. (ca. 14€ inkl.) zu Buche.

Preorder und Kosten

Spieler sollen in den “nächsten paar Tagen” die Möglichkeit bekommen ihre Darkfallkopie vorzubestellen; angesichts dessen, dass diese Information nunmehr zwei Tage alt ist, kann das Update sozusagen jederzeit kommen (UPDATE: Und hier ist es schon!). Vorerst soll es keine boxed Versionen des Spiels geben, die Preorder wird komplett als digital download ablaufen und 42€ kosten. In dem Preis ist neben dem Client auch der obligatorische, kostenlose Monat Spielzeit enthalten. Achtung: Man wird für die Bestellung wohl zwangsläufig eine Kreditkarte benötigen! Interessant hingegen ist, dass dem Käufer nicht gleich der volle Kaufpreis in Rechnung gestellt wird, sondern nur ein geringer (nicht rückerstattbarer) Betrag von 2.52€. Die restlichen 39,48€ werden erst am 25. Februar fällig, solange die Buchung noch nicht erfolgt ist, kann man es sich anders überlegen und vom Kauf zurücktreten.

Ein kleines Wort der “Warnung” mag an dieser Stelle noch angebracht sei, denn wie Tasos letzte Woche in einem Interview mit mmorpg.com erklärt hat, wird die verfügbare Stückzahl vorerst begrenzt sein. Nicht nur für die Preorder, sondern auch für den Darkfall Client per se. Dies soll sicherstellen, dass der einzige Server eine gesunde Population entwickelt und nicht etwa aus allen Näten platzt. Angesichts dessen dass Agon, die Welt von Darkfall, darauf ausgelegt ist, bist zu 10.000 Spieler auf einmal aufnehmen und beschäftigen zu können, sei es nicht ohne weiteres möglich neue Server bereitzustellen. Es sei eben doch nicht nur ein Schalter umzulegen, sondern ein komplexer Prozess. So soll dies auch umgehend und schnellstmöglich geschehen, wenn sich der Bedarf ergibt, aber bis dahin gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Wie schon oben erwähnt wird die Monatsgebühr etwa 14€ betragen und liegt somit wie erwartet in einem angemessenen Rahmen. Vorerst kann sie lediglich per Kreditkarte oder Debit Card entrichtet werden, allerdings arbeitet man derzeit auch an der Einrichtung alternativer Bezahlsysteme wie etwa Paypal, Gametime-Karten und Überweisungen. Übernommen wird das Billing von GlobalCollect, ein Unternehmen, das auch schon mit SOE zusammengearbeitet hat.

Systemanforderungen

Daneben stehen nun auch die endgültigen Systemanforderungen fest:

OS: Windows XP, Vista
Prozessor: 2.5GHz Pentium 4 oder vergleichbar
RAM: 1GB für Windows XP, 2GB für Windows Vista
Grafikkarte: 128MB VRAM, PixelShader 2.0 Unterstützung
Festplattenplatz: 12 GB Minimum

Auch hier hat Aventurine Wort gehalten, das sind nicht gerade hohe Anforderungen. Auch auf 4/5 Jahre alten Rechnern wird man Darkfall wohl ohne große Probleme spielen können.

Jetzt heißt es gespannt warten, denn bis zum 25. ist nicht mehr allzu lang hin. Dann wird sich entscheiden, ob die Griechen auch allen weiteren Erwartungen gerecht werden. Die ersten zwei Monate werden entscheidend für Darkfall (wie schon für so viele andere Titel auch) werden. Es liegt nun an dem (hoffentlich) fertigen Endprodukt, die Spieler davon zu überzeugen, dass es allen Unkenrufen zum Trotz ein hochwertiges und unterhaltsames MMORPG geworden ist. In Anbetracht des regen Interesse der Community über so viele Jahre hinweg, der unzählbaren Masse an Vaporware-Schreien und des eigenwilligen Konzepts wird das keine leicht zu lösende Aufgabe werden.

Drücken wir die Daumen!

Ideen über die Liebe²

Irgendwie scheint diese Woche ganz im Zeichen des bel esprit zu stehen. Nachdem ich gestern Abend bereits den wunderbaren neuen Film von Woody Allen mit dem an sich schon bezaubernden Namen “Vicky Cristina Barcelona” gesehen hatte, stand heute eine Aufführung *des* Werkes des Sturm und Drangs, Goethes Leiden des jungen Werther, auf dem Programm. Gespielt wurde eine herrliche Interpretation in der Wiesbadener Wartburg, die das Kunststück vollbrachte, moderne Elemente fließend und umfassend mit den Originaltexten und Stimmungen zu verknüpfen. Werther war seit je her ein Charakter, den ich sehr spannend fand, auch weil ich mich zum Teil in ihm wiedererkannte… Der geneigte Leser mag jetzt gewisse Rückschlüsse auf meinen Charakter ziehen… =)

Passend zum Stück, habe ich nur wenige Stunden vorher ganz zufällig einen Text gelesen, der mich im Vorfeld der Aufführung, aber auch jetzt noch so sehr beschäftigte, dass ich es hier zu “Papier” bringe. Gefunden habe ich ihn in einem wirklich lesenswerten Buch namens “Was wir für wahr halten, aber nich beweisen können: Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit beschreiben ihre Ideen” (erschienen bei Fischer, ISBN: 978-3-596-17919-0). Darin stellt John Brockman, Initiator von Edge - der Dritten Kultur “bestehend aus den Wissenschaftlern und sonstigen empirisch orientierten Denkern, die mit ihrer Forschungsarbeit und ihren begleitenden Schritten die Rolle des traditionellen Intellektuellen übernehmen, den tieferen Sinn unseres Lebens sichtbar zu machen und neu zu definieren, wer und was wir sind” - eben die im Titel genannte Frage nach dem esprit de deviniation. Die Antwort darauf liefern Wissenschaftler aus allen Disziplinen der modernen und klassischen Wissenschaften wie Evolutionsbiologie, Genetik, Neurophysiologie, Psychologie und Physik und überschreiten darin oft die Grenzen ihres Fachgebietes. Dabei “betrachten sie Wissenschaft und Technik nicht nur in pragmatischer Hinsicht, sondern auch als ein Mittel, tiefer in die Fragen einzudringen, wer wir sind und auf welche Weise wir zu Erkenntnissen gelangen”. Die eingehenden Antworten werden dann in Kategorien wie “Evolution als Kolonisierung des Weltalls”, “Prognosen und strenge Beweise”, “Die kosmologie der Multiversen” oder “Zeit und Geist: Kritik am Zeitgeist” erfasst.

Ein Text sticht dabei ganz besonders hervor. So schreibt David Buss zum Thema “Glauben und Handeln” die folgende Stellungnahme:

Ich glaube an die wahre Liebe.

In den zwei Jahrzehnten meines Berufslebens, die ich darauf verwandt habt, das menschliche Paarungsverhalten zu erforschen, konnte ich nicht nur beobachten, was Männer und Frauen an Partnern begehren, sondern sah auch die teuflischsten Formen von sexuellem Betrug. Ich fand erstaunlich kreative Täuschungs- und Manipulationsstrategien, erforschte üble Schürzenjäger, besessene Stalker, Sexualverbrecher und Gattenmörder. Doch trotz aller Einsichten in die dunkelsten Seiten der menschlichen Seele habe ich meinem Glabuen an die wahre Liebe stets unverbrüchlich die Treue gehalten.

Im Unterschied zur gewöhnlichen ist wahre Liebe etwas Seltenes, und ich glaube, dass einige wenige das Glück haben, sie erleben zu dürfen. Auf den üblichen Wegen der Liebe schreiten viele und kennen die Zeichen - den betörenden Reiz, die Anbetung, das sexuelle Nachglühen, die oft tiefe Selbstaufopferung, den Wunsch nach Kombination der DNS. Doch wahre Liebe schlägt ihren eigenen Kurs ein, durch unkartiertes Gelände. Sie kennt kein Zäune, hat weder Schranken noch Grenzen. Sie ist schwer zu definieren, spottet modernen Messmethoden und erscheint wissenschaftlich unfassbar. Aber ich weiß, dass es wahre Liebe gibt, ich kann es nur nicht beweisen.

David Buss ist Psychologieprofessor an der Universitity of Texas in Austin. Er erforscht unter anderen die evolutionären Grundlagen des menschlichen Paarungsverhaltens, von Konflikten zwischen den Geschlechtern sowie von Eifersucht, Nachstellung und Mord. Seine Bücher zu diesen Themen tragen die Titel “Die Evolution des Begehrens. Geheimnisse der Partnerwahl” (Goldmann, ISBN: 978-3442125845) und “Der Mörder in uns. Warum wir zum Töten programmiert sind” (Spektrum Akademischer Verlag, ISBN: 978-3827420831).

Das oben gennante Buch, herausgegeben von John Brockmann, gibt es im Internet oder - noch besser - in jeder Buchhandlung. Das oben genannte Theaterstück unter der Regie von Tobias Materna wird am 25.02.2009 und am 17.03.2009 abermals in der Wartburg in Wiesbaden aufgeführt und ist wärmstens zu empfehlen. Karten kosten 14€ bei freier Platzwahl und können auch online bestellt werden.


Upgrade auf 2.7 vollzogen

Habe soeben die neueste Wordpress-Version installiert. Sollte sich irgendetwas Merkwürdiges abspielen, insbesondere beim RSS-Feed, schreibt bitte eine kurze Mail an kontakt@idot-blog.de.

Die neue Admin-Oberfläche ist wirklich schick und schön (Schleichwerbung auf i DoT! *gasp*) und vorallem deutlich übersichtlicher, insbesondere durch das widget-esque Repositionieren der einzelnen Felder. Ein gelungenes Update! Das must-have Plugin für jeden Wordpress-Blogger ist meiner Meinung nach das Admin Drop Down Menu von Ozh, wodurch man jede Unterseite mit nur einem Klick erreicht… aber das nur so am Rande. =)

1x Starbucks zum Mitnehmen bitte!

Ich muss zugeben, ich höre nur selten Radio. Eigentlich nur, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, was in heutigen Tagen jedoch nicht mehr so häufig vorkommt (zudem ist Mainz überschaubar, da kommt man auch per pedes gut zurecht). Gestern allerdings habe ich bei SWR1 einen derart faszinierenden Bericht gehört, dass ich sogar nach Ankunft am Ziel trotz moderatem Zeitmangel noch sitzen geblieben bin, um den Ausführungen des Journalisten bis zum Schluss zu lauschen - und habe mich auch prompt entschieden, das Gehörte mit euch teilen zu müssen. Merry you I guess!

Der Gang des Kaffees, der schließlich in den Bechern der Kunden von kleinen und großen Kaffeehaus-Ketten landet, geht in der Regel folgenden Weg:

Irgendwo auf der Welt, meist in Schwellenländern oder solchen der Dritten Welt, geht ein Kaffeebauer seiner anstrengenden und kräftezehrenden Arbeit nach. Kaffeepflanzen sind verhältnismäßig empfindlich und die Ernte läuft auch heute noch manuell ab, wobei jede Bohne von Hand gepflückt wird. Meist arbeiten die Bauern auf eigene Rechnung, d.h. die Bezahlung erfolgt nach der abgelieferten Menge. Letztendlich bleibt ihm jedoch nur ein Hungerlohn, der nur schwer zum Überleben reicht, da auf dem Weg vom Ernteort bis zum Cafe-to-go an der Ecke mehrere Zwischenhändler eingeschaltet sind, die natürlich auch was verdienen möchten. Fair-Trade-Vereinbarungen, die noch immer eine Ausnahme bilden, jetzt mal außen vor gelassen.

Unter Kaffeeliebhabern wie mir wird vor allem der Kaffee aus Kolumbien besonders geschätzt. Aufgrund seiner klimatischen Bedingungen und Böden bietet das Anbaugebiet ideale Voraussetzung für qualitativ hochwertige Erzeugnisse. Jedoch haben eben gerade kolumbianische Kaffeebauern aufgrund der Globalisierung schwer zu leiden, da vermehrt Anbieter billiger Sorten, inbesondere aus China und einigen Staaten Afrikas, auf den Markt drängen. Dies wirkt sich unmittelbar auf den Absatz und Löhne der Bauern aus.

Doch nun wollen sie zurückschlagen. Und welch Ironie, die Möglichkeit dazu liefert ihnen ein Umstand, der uns allen in der einen oder anderen Form zu schaffen macht - die globale Finanzkrise. Seit Jahren ist der Wert der Starbucksaktie (WKN: 884437 / ISIN: US8552441094) rückläufig, im Zuge der Krise sogar zeitweise auf 8 US-Dollar gefallen. Dazu äußerte sich Gabriel Silva, der Geschäftsführer des kolumbianischen Kaffeebauernverbandes, in der Zeitung El Tiempo und erklärte, dass “die Finanzkrise [seinem Verband] verschiedene neue Möglichkeiten eröffnet”.

Dieser überlegt derzeit wie er die Lage seiner Mitglieder verbessern könnte. Eine der Möglichkeiten wäre, so Silva, die etwa 500 Millionen US-Dollar Rücklagen seines Verbandes dazu zu nutzen, große Teile des Kaffees am Weltmarkt einzukaufen und somit vom Markt zu nehmen. Als Folge könnte man dadurch den Wert der Bohnen künstlich nach oben drücken. Der “Rohstoff” sei derzeit ohnehin knapp, so dass bereits relativ kleine Mengen Wirkung zeigen würden.

Eine andere - und deutlich spannendere - Möglichkeit wäre es, die Finanzmittel dazu zu verwenden, Anteile an Starbucks zu erwerben, zumindest soviele, dass dem Verband ein Mitspracherecht zustünde. Ermöglicht wird das durch den bereits erwähnten niedrigen Aktienkurs. Aber auch sonst befindet sich der Riese im Straucheln: im Juli kündigte man die Schließung von über 600 Filialen an, davon allein 500 in den USA. Bereits 200 bis 300 Millionen US-Dollar könnten nach Aussage von Gabriel Silva ausreichen, um das zu realisieren, was früher noch “undenkbar, [wie] ein Traum” schien - die Umkehr bestehender Verhältnisse.

Und genau jene Ironie hat mich zutiefst erfreut, ja geradezu bewegt. Immer wieder muss sich der Westen - wohlgemerkt zum Teil zurecht - vorwerfen lassen, die alten Kolonialmachtstrukturen in neuer Form und unter dem Deckmantel des Kapitalismus weiterzuführen. Nun könnte letztendlich gerade dieses Wesen, am Beispiel von Starbucks, dazu genutzt werden, gerechtere Verhältnisse zu schaffen. Ich bin gespannt, wie sich das noch entwickelt…

(Quellen: ein nicht wiederauffindbarer Radiobeitrag des SWR1; zur Lektüre ein ähnlicher Bericht der Berliner Zeitung)

Darkfall Releasedatum

Endlich ist es soweit - Ladies and Gentlemen, wir haben ein handfestes Releasedatum:

Athens, Greece – December 5th, 2008 - Audio Visual Enterprises SA and Aventurine SA in a joint statement today announced that their highly anticipated MMORPG title Darkfall Online will launch across Europe on January 22nd, 2009. North American players are also welcome to participate in the European launch of Darkfall which will precede a North American launch.

Endlich werden zumindest alle Vaporware-Schreie verstummen. Ich werde mir das Datum rot im Kalender anstreichen und schon mal die Tage zählen. 48 days to go, ach wären das doch nur noch 48 Stunden… :P

(Quelle: Darkfall News Forum)

 
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